Hohentwiel
Deutschlands größte Festungsruine, auf einem Vulkanschlot, 1801 von den Franzosen aufgrund eines Vertrags geschleift.
Der Hohentwiel ist ein Phonolithschlot, der erstarrte Schlund eines miozänen Vulkans, der etwa zweihundertsechzig Meter über der Hegauebene steht, mit einem weiteren Kranz ähnlicher Kegel ringsum. Vom 10. Jahrhundert an wuchsen darauf Befestigungen zu einer bedeutenden württembergischen Feste, die im 17. Jahrhundert wiederholte Belagerungen aushielt, ohne zu fallen. Napoleons Truppen schleiften sie 1801 nach den Bestimmungen des Friedens von Lunéville, und was auf rund neun Hektar geblieben ist, gilt als größte Festungsruine Deutschlands. Die Hänge tragen ein Naturschutzgebiet mit Trockenrasenflora und einen der höchstgelegenen Weinberge Deutschlands.
Was du tatsächlich siehst
- Den Vulkanschlot - einen Phonolithkegel, der aus der Hegauebene aufsteigt.
- Die Ausdehnung der Ruine - rund neun Hektar geschleifter Befestigungen.
- Die Hegaukegel - einen Kranz ähnlicher Vulkanberge ringsum.
- Den Trockenrasen - ein Naturschutzgebiet mit einem Weinberg am Hang.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; der Gipfel ist offen, und der Aufstieg dauert etwa eine halbe Stunde. Im Sommer finden in den Ruinen Freilichtkonzerte statt. Im Winter kann der Zugang vereist sein.
Ehrliche Erwartungen
Alles ist Ruine, ohne überdachte Gebäude. Der Aufstieg ist stetig und ungeschützt. Konzertabende schränken den normalen Zugang ein.
In der Nähe
Der Bodensee liegt im Osten; die Schweiz im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.