Bad Reichenhall
Eine Salzstadt, in der seit der Eisenzeit Sole verarbeitet wird, in einer Saline mit Marmorhallen und bemalten Maschinen.
Salzquellen werden hier mindestens seit der Eisenzeit genutzt, und sowohl der Reichtum der Stadt als auch ihre vielen Brände kamen aus diesem Gewerbe. Nach einem Brand 1834 ließ Ludwig I. die Alte Saline in monumentalem neuromanischem Stil wiederaufbauen, mit gewölbten Marmorhallen unter Tage, in denen Soleräder und Pumpen stehen, ausgestattet, als wären es Prunkräume; die Maschinen sind erhalten und werden auf Führungen durch die Stollen gezeigt. Sole wird in der Stadt bis heute verarbeitet. Ein Gradierwerk, eine Wand aus Schwarzdornreisig, über die Sole rieselt, um sich zu konzentrieren und Salz an die Luft abzugeben, steht im Kurgarten zur Freiluftinhalation.
Was du tatsächlich siehst
- Die Alte Saline - gewölbte unterirdische Hallen mit erhaltenen Solemaschinen.
- Den Wiederaufbau von 1834 - Industrieanlagen, als monumentale Architektur gekleidet.
- Das Gradierwerk - Sole, die im Kurgarten über Reisig rieselt.
- Die Solestollen - Gänge, die durch den Fels geschlagen wurden, um Wasser zu führen.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; die Salinenführungen laufen ganzjährig mit verkürzten Winterzeiten. Der Kurgarten ist das ganze Jahr offen. Die Stadt ist ein Ausgangspunkt für das Berchtesgadener Land.
Ehrliche Erwartungen
Die Saline sieht man nur mit Führung, und unter Tage ist es kühl. Die moderne Kurstadt ist ansonsten gewöhnlich. Führungen können im Sommer ausgebucht sein.
In der Nähe
Berchtesgaden liegt im Süden; Salzburg im Nordosten jenseits der Grenze.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.