Waidhofen an der Ybbs
Eine Eisenstadt im Ybbstal, deren Turmuhrzeiger dauerhaft auf zwölf stehen.
Waidhofen wuchs am Eisen: das Erz kam vom Erzberg in der Steiermark über die Eisenstraße herab und wurde hier zu Messern, Sensen und Werkzeug verarbeitet, und der Wohlstand baute die Stadt. Der Stadtturm trägt eine Uhr, deren Zeiger auf zwölf feststehen - die Geschichte will, dass 1490 die ungarischen Belagerer zu jener Stunde abgeschlagen wurden und die Stadt die Uhr anhielt, um es festzuhalten, und das ist es, was dir jeder in Waidhofen erzählt. Rothschild kaufte das Schloss im neunzehnten Jahrhundert und ließ es von Friedrich von Schmidt, dem Architekten des Wiener Rathauses, umbauen; es beherbergt heute das Stadtmuseum, mit einem verglasten Hofdach, das Hans Hollein 2007 ergänzte. Die schmalspurige Ybbstalbahn fuhr von hier, und ein Teil des Bahnkörpers ist heute ein Radweg.
Was du tatsächlich siehst
- Eine auf zwölf stehen gebliebene Uhr - die Zeiger des Stadtturms, zum Gedenken an den Entsatz von 1490 festgestellt.
- Eine Eisenstadt - auf der steirischen Erzstraße und ihren Schmieden gebaut.
- Ein Rothschild-Schloss - von Schmidt umgebaut, 2007 von Hollein überdacht.
- Der Bahnkörper der Ybbstalbahn - die Schmalspurstrecke, heute ein Radweg.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Klein - ein halber Tag reicht. Das Museum ist montags geschlossen und verkürzt im Winter die Zeiten. Die Stadt ist hügelig mit Stufen. Die Bahnanreise verlangt ein Umsteigen in Amstetten.
In der Nähe
Der Ybbstalradweg führt nach Süden; das Stift Seitenstetten liegt nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.