Votivkirche
Eine neugotische Kirche mit zwei Türmen am Ring, aus Dank für das Scheitern eines Attentats auf Franz Joseph errichtet.
Im Februar 1853 stach ein ungarischer Nationalist Franz Joseph auf der Kärntner Bastei in den Hals; der Kaiser überlebte, und sein Bruder Maximilian - später der kurzlebige Kaiser von Mexiko - rief eine öffentliche Sammlung für eine Dankeskirche aus. Heinrich von Ferstel gewann den Wettbewerb mit sechsundzwanzig Jahren und baute sie zwischen 1856 und 1879 in französisch geprägter Neugotik, mit zwei durchbrochenen Türmen von neunundneunzig Metern, auf Grund, der damals das Glacis vor den Mauern war und zur Ringstraße wurde. Sie ist einer der frühesten und größten Bauten des Rings. Innen liegen das Renaissancegrab des Niklas Salm, der 1529 die Verteidigung Wiens befehligte, und ein Bestand an Glasfenstern des neunzehnten Jahrhunderts, ein großer Teil davon nach Bombenschäden im Krieg ersetzt.
Was du tatsächlich siehst
- Zwei durchbrochene Türme von 99 Metern - die französisch geprägte neugotische Front am Ring.
- Das Salm-Grab - das Renaissancedenkmal für den Befehlshaber der Verteidigung von 1529.
- Eine Dankeskirche - nach dem Anschlag auf Franz Joseph von 1853 errichtet.
- Glasfenster des neunzehnten Jahrhunderts - ein großer Teil nach Kriegsschäden wiederhergestellt.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig. Eine Stunde.
Ehrliche Erwartungen
Restaurierungsarbeiten haben Teile des Äußeren über lange Strecken verhüllt. Der Innenraum ist kalt und schlichter, als das Äußere vermuten lässt. Die Öffnungszeiten sind begrenzt und zwischen den Gottesdiensten ist geschlossen.
In der Nähe
Die Universität, das Rathaus und die Ringstraßenbauten ziehen sich von hier nach Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.