Die Wiener Staatsoper
Eines der meistbespielten Repertoirehäuser der Welt, das sein Programm beinahe täglich wechselt, mit Stehplätzen für ein paar Euro.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Die Staatsoper eröffnete 1869 an der neuen Ringstraße und wurde 1955 nach dem Wiederaufbau erneut eröffnet. Sie arbeitet als Repertoirehaus, was heißt, dass das Programm beinahe jeden Abend wechselt: Dutzende Opern und Ballette über eine Saison von mehreren hundert Vorstellungen, mit Sängern, die für zwei Abende einfliegen und wieder abreisen. Dieser Takt erklärt die Schlange an der Seitentür in der Operngasse, wo kurz vor dem Vorhang Hunderte Stehplätze zum Preis eines Kaffees verkauft werden. Das Innere hat seine ursprüngliche Feststiege, das Schwind-Foyer und das Teezimmer behalten. Kleine Bildschirme an den Rückenlehnen tragen Untertitel in mehreren Sprachen, und in Teilen der Saison werden Vorstellungen frei auf einen Bildschirm draußen übertragen.
Was du tatsächlich siehst
- Die Stehplätze - Hunderte davon, kurz vor dem Vorhang an der Seitentür verkauft.
- Die erhaltenen Räume - die Feststiege, das Schwind-Foyer und das Teezimmer aus dem Bau von 1869.
- Ein Repertoireabend - an den meisten Abenden ein anderes Werk, die Bühne über Nacht umgebaut.
- Der Bildschirm draußen - freie Liveübertragungen an die Fassade in Teilen der Saison.
Wann du hinfahren solltest
Die Saison läuft von September bis Ende Juni, im Juli und August ist das Haus abgesehen von Führungen dunkel. Sitzplatzkarten kommen Wochen im Voraus in den Verkauf und die guten sind rasch weg. Für Stehplätze stell dich lange vor dem Öffnen der Türen in der Operngasse an und nimm etwas zum Anlehnen mit.
Ehrliche Erwartungen
Stehen heißt stehen, drei oder vier Stunden lang, und die billigen Galerieplätze haben eingeschränkte Sicht auf die Bühne. Sitzplätze im Parkett gehen in den dreistelligen Bereich. Die Kleidung ist gepflegt statt förmlich, was auch immer man dir erzählt. Die Führung ist kurz und zieht zügig durch die Räume, ohne Zeit zum Verweilen.
In der Nähe
Die Albertina, die Hofburg und die Kärntner Straße liegen wenige Gehminuten entfernt.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.