Tafelspitz
Rindfleisch, in Brühe gesotten und mit Apfelkren und Schnittlauchsauce serviert, das Gericht, das Franz Joseph täglich gegessen haben soll.
Der Tafelspitz ist ein Zuschnitt - die Spitze des Schwanzstücks, aus dem oberen Hinterviertel - und eine Zubereitung: langsam in Brühe mit Wurzelgemüse und Knochen gesotten, bis er weich ist, dann quer zur Faser aufgeschnitten und in etwas eigenem Sud serviert. Der Ablauf macht ihn in Wien zum Ritual: zuerst kommt die Brühe als Suppe, oft mit Frittaten oder Grießnockerln, dann das Fleisch mit Röstkartoffeln, Cremespinat, Apfelkren - geriebenem Apfel mit Kren - und Schnittlauchsauce, einer mit Brot gebundenen Sauce. Von Franz Joseph heißt es gemeinhin, er habe ihn fast täglich gegessen, was überall wiederholt wird und wohl eine Übertreibung auf der Grundlage einer wirklichen Vorliebe ist. Es gibt mehrere verwandte Zuschnitte, und jedes ordentliche Beisl erklärt dir, welchen du bekommst.
Was du tatsächlich siehst
- Ein benannter Zuschnitt, gesotten - die Schwanzstückspitze langsam in Brühe mit Wurzeln und Knochen gegart.
- Zuerst die Brühe - der Sud als Suppengang vor dem Fleisch.
- Apfelkren und Schnittlauchsauce - die beiden Beigaben, die den Teller bestimmen.
- Ein ganzes Ritual - die Folge von Gängen aus einem Topf.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; überliefert ist er ein Mittagsgericht. Eine Mahlzeit.
Ehrliche Erwartungen
Es ist gesottenes Rindfleisch, und wer einen Braten erwartet, ist bisweilen enttäuscht. Die berühmten Lokale verlangen für dasselbe Gericht deutlich mehr als ein Beisl im Grätzel. Die Portionen sind groß.
In der Nähe
Die Beisln des ersten Bezirks und die klassischen Lokale rings um den Ring führen ihn alle.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.