Maria Saal
Eine befestigte Kärntner Wallfahrtskirche mit römischen Steinen in den Mauern, über dem Feld mit dem Herzogstuhl.
Maria Saal steht auf einem Hügel über dem Zollfeld, jener Ebene, die die Römerstadt Virunum trug, und die Kirchenmauern sind mit römischen Grabsteinen und Reliefs besetzt, die aus den Ruinen genommen und ins Mauerwerk gesetzt wurden - darunter ein bekanntes Relief eines Wagens -, sodass der Bau seinen Vorgänger sichtbar trägt. Die Kirche war ab dem achten Jahrhundert ein Missionsstützpunkt, wurde gegen osmanische Einfälle mit Mauer und Türmen befestigt und ist innen spätgotisch mit barocken Altären. Unten auf dem Zollfeld stehen der Herzogstuhl, ein aus römischen Blöcken gefügter Steinsitz, auf dem die Kärntner Herzöge eingesetzt wurden, und weiter entfernt der Fürstenstein, der bei dem slowenischsprachigen Einsetzungsritual verwendet wurde, das seit dem Mittelalter bezeugt ist. Ein Freilichtmuseum mit Kärntner Bauernbauten liegt in der Nähe.
Was du tatsächlich siehst
- Römische Steine in den Mauern - Grabsteine und Reliefs aus Virunum, in die Kirche eingebaut.
- Eine befestigte Wallfahrtskirche - mit Mauer und Türmen gegen osmanische Einfälle.
- Der Herzogstuhl - der herzogliche Steinsitz auf dem Zollfeld darunter.
- Ein bäuerliches Freilichtmuseum - Kärntner Landbauten, in der Nähe wieder errichtet.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; das Freilichtmuseum ist saisonal geöffnet. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Kirche ist in Gebrauch und Gottesdienste haben Vorrang. Der Herzogstuhl steht auf offenem Feld mit wenig Erläuterung vor Ort. Das Freilichtmuseum kostet gesondert und schließt im Winter.
In der Nähe
Klagenfurt liegt südlich; die Grabungen am Magdalensberg liegen östlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.