Burg Lockenhaus
Eine burgenländische Burg des dreizehnten Jahrhunderts mit einem seltenen zweigeschossigen gotischen Kultsaal, einer Stiftung gehörend und Ort eines Kammermusikfestivals.
Lockenhaus wurde im dreizehnten Jahrhundert an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich errichtet und ging durch die Familien Kanizsai, Nádasdy und Esterházy, bevor sie ein Pfarrer, Paul Anton Keller, 1968 kaufte und in eine Stiftung einbrachte, um sie vor dem Verfall zu retten. Ihr auffälligster Raum ist der Kultsaal, eine zweigeschossige gewölbte gotische Halle, deren ursprünglicher Zweck ungeklärt ist - die Erklärungen reichen von einem Kapitelsaal der Ritter bis zu einem Bezug zu den Templern, keine davon gesichert -, und ihr Gewölbe ist ungewöhnlich genug, um für sich untersucht zu werden. Die dunklere Verbindung der Burg ist Elisabeth Báthory, die durch ihre Ehe mit Ferenc Nádasdy hier lebte. Seit 1981 trägt sie ein internationales Kammermusikfestival, von Gidon Kremer gegründet und jeden Sommer im Rittersaal veranstaltet.
Was du tatsächlich siehst
- Der gotische Kultsaal - eine zweigeschossige gewölbte Halle, über deren Zweck noch immer gestritten wird.
- Eine Grenzburg des dreizehnten Jahrhunderts - an der alten ungarisch-österreichischen Grenze errichtet.
- Ein Kammermusikfestival - seit 1981 jeden Sommer im Rittersaal.
- Ein Gebäude in Stiftungsbesitz - 1968 durch einen privaten Ankauf vor dem Verfall gerettet.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; das Kammermusikfestival liegt im Sommer. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Winteröffnung ist begrenzt. Die Festivaltermine schränken den Zugang zu den Sälen ein. Die Verbindung zu Báthory ist wirklich, doch die grellen Geschichten, die ihr anhängen, sind unter Historikern stark umstritten.
In der Nähe
Bernstein und Stadtschlaining liegen nahe; die ungarische Grenze liegt östlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.