Burg Kreuzenstein
Eine mittelalterlich wirkende Burg nördlich von Wien, um 1900 aus echten gotischen Bruchstücken erbaut, die in ganz Europa gekauft wurden.
Hier stand einmal eine wirkliche Burg, 1645 von schwedischen Truppen zerstört und als Schutt liegen geblieben. Was heute steht, wurde zwischen 1874 und 1906 von Graf Johann Nepomuk Wilczek errichtet, der sich vornahm, eine mittelalterliche Burg aus echtem geborgenem Material zu bauen - er kaufte gotische und romanische Portale, Fenster, Gewölbe, Vertäfelungen, Möbel und Rüstungen aus abgetragenen Bauten in ganz Europa und ließ sie hier zu einem stimmigen Ganzen zusammensetzen. Die Teile sind also echt und das Gebäude ist es nicht, was daraus einen eigentümlichen Gegenstand macht: eine Vorstellung des neunzehnten Jahrhunderts vom Mittelalter, aus tatsächlichem Mittelalter gebaut. Wilczek stattete sie außerdem mit moderner Wasser- und Heiztechnik aus. Sie ist noch immer in Familienbesitz, wird mit Führung gezeigt und trägt Flugvorführungen mit Greifvögeln und Filmaufnahmen.
Was du tatsächlich siehst
- Echte Bruchstücke, unechte Burg - wirkliches gotisches Material, um 1900 zusammengesetzt.
- Geborgene Innenräume - Portale, Gewölbe, Vertäfelungen und Möbel, in ganz Europa gekauft.
- Eine Rüstkammer und eine Kapelle - aus demselben Sammelfeldzug ausgestattet.
- Flugvorführungen mit Greifvögeln - in der Saison im Burggelände geflogen.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; über den Winter geschlossen. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Es ist ein Nachbau und keine erhaltene Burg - Besucher, die Echtheit erwarten, sind bisweilen enttäuscht. Der Zugang erfolgt ausschließlich mit Führung, überwiegend auf Deutsch. Vom Parkplatz geht es zu Fuß hinauf.
In der Nähe
Korneuburg und die Donau liegen südlich; Wien ist eine halbe Stunde entfernt.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.