Stift Klosterneuburg
Ein Augustinerchorherrenstift nördlich von Wien mit dem Verduner Altar, einem Emailwerk des zwölften Jahrhunderts aus einundfünfzig Tafeln.
Klosterneuburg wurde 1114 von Markgraf Leopold III. gegründet und ist seither ohne Unterbrechung von Augustiner-Chorherren besetzt, was ungewöhnlich ist. Sein Schatz ist der Verduner Altar: einundfünfzig vergoldete Kupfertafeln in Grubenschmelz, von Nikolaus von Verdun geschaffen und 1181 vollendet, ursprünglich ein Ambo und später zu einem Altarwerk umgearbeitet, in drei Registern so angeordnet, dass sich Szenen aus der Zeit vor dem Gesetz, unter dem Gesetz und unter der Gnade quer zueinander lesen - eines der bedeutendsten erhaltenen Werke mittelalterlicher Metallkunst überhaupt. Karl VI. begann in den 1730er Jahren, das Stift als österreichischen Escorial neu zu bauen, mit Kuppeln, die die Kaiser- und die Erzherzogskrone tragen; er starb, und nur ein Viertel wurde errichtet. Das Stift führt außerdem das älteste Weingut Österreichs.
Was du tatsächlich siehst
- Der Verduner Altar - einundfünfzig Emailtafeln von Nikolaus von Verdun, 1181 vollendet.
- Ein unvollendetes Kaiserstift - ein Viertel von Karls VI. Escorial-Plan errichtet.
- Gekrönte Kuppeln - die Kaiser- und die Erzherzogskrone auf den vollendeten Türmen.
- Das älteste Weingut Österreichs - die Weingärten und Keller des Stifts noch in Betrieb.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; der Altar wird an bestimmten Tagen vollständig geöffnet. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Verduner Altar ist gewöhnlich geschlossen zu sehen und wird nur um bestimmte Termine geöffnet gezeigt - prüfe das, bevor du seinetwegen hinfährst. Der Zugang erfolgt überwiegend mit Führung. Es ist ein tätiges Stift mit gesperrten Bereichen.
In der Nähe
Wien ist zwanzig Minuten mit dem Zug entfernt; die Donau und der Wienerwald liegen daneben.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.