Hundertwasserhaus
Ein Wiener Gemeindebau nach dem Entwurf eines Künstlers, mit unebenen Böden und Bäumen, die aus ihm herauswachsen.
Das Hundertwasserhaus wurde zwischen 1983 und 1985 von der Stadt Wien als gewöhnlicher geförderter Wohnbau errichtet, entworfen vom Maler Friedensreich Hundertwasser mit dem Architekten Josef Krawina, und es ist ein unmittelbarer Einspruch gegen die Nachkriegsmoderne ringsum: keine geraden Linien, wo sie sich vermeiden ließen, ein welliger Boden, den Hundertwasser eine Melodie für die Füße nannte, Fassaden aus unregelmäßigen Farbfeldern und ungleichen Fenstern nach dem Grundsatz, jeder Mieter solle hinausgreifen und um sein eigenes herum malen können, Keramiksäulen und rund zweihundertfünfzig Bäume und Sträucher, auf den Dächern und in den Mauern gepflanzt. Es sind gut fünfzig bewohnte Wohnungen und nicht für Besucher offen; du schaust es von der Straße an. Das Hundertwasser Village gegenüber ist eine kleine Ladenpassage in derselben Manier.
Was du tatsächlich siehst
- Unregelmäßige Farbfelder - Fassaden, die nach Farbe geteilt sind und nicht nach Geschoss.
- Bäume, die aus dem Haus wachsen - Bepflanzung auf den Dächern und in den Maueröffnungen.
- Ungleiche Fenster - der Grundsatz, dass jedem Mieter sein eigener Rahmen gehört.
- Keramiksäulen und unebenes Pflaster - die bewusste Weigerung gegenüber geraden Linien.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; vormittags vor den Busgruppen. Eine Stunde.
Ehrliche Erwartungen
Es sind private Wohnungen - du kannst nicht hinein, und die Bewohner bitten Besucher, den Lärm zu dämpfen. Die Straße ist schmal und wird voll. Die Passage gegenüber ist ein Andenkenbetrieb.
In der Nähe
Das Kunst Haus Wien, Hundertwassers Museum, liegt zwei Straßen weiter; der Prater liegt nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.