Hall in Tirol
Eine Salz- und Münzstadt mit der größten mittelalterlichen Altstadt Westösterreichs, in der die ersten Talermünzen geschlagen wurden.
Hall lebte vom Salz: ab dem dreizehnten Jahrhundert wurde Sole aus dem Halltal herabgeleitet und hier versotten, und der Wohlstand baute eine Stadt, deren alter Kern der größte mittelalterliche Westösterreichs ist, ein steiles Gewirr aus Gassen und Plätzen über dem Inn mit dem Oberen Stadtplatz zuoberst. Dieser Wohlstand bezahlte auch eine Münze, und Halls Bedeutung für die Geldgeschichte ist genau bestimmbar: 1486 ließ Erzherzog Sigismund hier eine große Silbermünze schlagen, den Guldiner, die erste jener großen Silberstücke, aus denen der Taler wurde - und über das böhmische Joachimsthal und Spanisch-Amerika der Dollar. Die Münze in der Burg Hasegg hat ein nachgebautes Walzwerk und lässt Besucher eine Münze schlagen. Der Münzerturm ist besteigbar, und das Damenstift und die Pfarrkirche liegen im Zentrum.
Was du tatsächlich siehst
- Die Münze in der Burg Hasegg - wo 1486 die ersten Silbermünzen in Talergröße geschlagen wurden.
- Die größte mittelalterliche Altstadt Westösterreichs - steile Gassen über dem Inn.
- Ein arbeitendes Münzwerk - das nachgebaute Walzwerk, an dem Besucher prägen.
- Der Münzerturm - der Turm der Münze, für den Talblick besteigbar.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; die Museumszeiten sind saisonal. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Münzmuseum hat saisonale Zeiten und ist montags geschlossen. Die Altstadt ist steil und mit Kopfsteinpflaster belegt. Die Nähe zu Innsbruck bringt es mit sich, dass viele Besucher nur für einen Nachmittag kommen.
In der Nähe
Innsbruck ist zehn Minuten mit der Straßenbahn entfernt; das Karwendel und das Halltal liegen nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.