Grinzing
Ein Weinort, den Wien aufgenommen hat, wo Heurige unter einem Föhrenbuschen an der Tür den eigenen Jahrgang ausschenken.
Grinzing war ein Weinort an den Hängen nordwestlich von Wien und wurde 1892 von der Stadt verschluckt, doch die Weingärten auf den Hügeln darüber werden weiterhin bewirtschaftet - Wien ist die einzige große Hauptstadt mit gewerblichem Weinbau innerhalb ihrer Grenzen, mehrere hundert Hektar davon. Der Heurige ist die Einrichtung: nach einer Verordnung Josephs II. von 1784 dürfen Winzer ihren eigenen Wein in den eigenen Räumen ausschenken, und das Zeichen, dass ausgesteckt ist, ist ein Busch oder Föhrenzweig über der Tür, der Buschen. Das Essen ist kalt, in Selbstbedienung und nach Gewicht von einer Theke. Beethoven wohnte wiederholt in der Gegend, und der Beethovengang zieht sich auf der Nussdorfer Seite hinauf. Die Heurigen von Grinzing selbst sind die meistbesuchten und die kommerziellsten; jene in Neustift, Nussdorf und Stammersdorf sind ruhiger.
Was du tatsächlich siehst
- Bewirtschaftete Weingärten in einer Hauptstadt - die Hügel über dem Ort noch immer bepflanzt.
- Der Buschen über der Tür - der Föhrenzweig, der einen offenen Heurigen anzeigt.
- Kalte Speisen in Selbstbedienung - die Theke nach Gewicht, die zum Wein gehört.
- Beethovens Grund - der Gang und die Häuser, die er in der Gegend nahm.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; abends, besonders im Herbst wegen des jungen Weins. Ein Abend.
Ehrliche Erwartungen
Grinzing selbst ist das touristische Ende der Heurigenwelt - Busgruppen, Ziehharmonikamusik und feste Menüs. Für die echte Fassung geh nach Neustift, Nussdorf oder über die Donau nach Stammersdorf.
In der Nähe
Kahlenberg und Leopoldsberg liegen darüber; der Wienerwald zieht sich nach Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.