Grein
Eine Donaustadt über den einstigen Stromschnellen des Strudengaus, mit dem ältesten noch bespielten Theater Österreichs, in einen Getreidespeicher gebaut.
Grein liegt am Beginn des Strudengaus, jener Strecke, auf der sich die Donau durch den Granit der Böhmischen Masse zwang und um die Insel Wörth Stromschnellen und Strudel bildete, die jahrhundertelang Schiffe zerstörten - der Strudel und der Wirbel waren das gefürchtetste Wasser des Flusses, bis Sprengungen und Regulierungen im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert sie beseitigten. Die Stadt lebte davon, Schiffe hindurchzulotsen. 1791 bauten die Bürger den Getreidespeicherboden des Rathauses zu einem Theater um, und das Greiner Stadttheater ist seither ununterbrochen in Betrieb, womit es das älteste erhaltene Theater Österreichs ist - ein kleiner Rokokosaal mit Logen, deren eine der Arrest der Stadt war, sodass ein Häftling das Stück mitverfolgen konnte. Die Greinburg steht darüber.
Was du tatsächlich siehst
- Österreichs ältestes bespieltes Theater - der Umbau eines Getreidespeicherbodens von 1791.
- Eine Zelle mit Blick auf die Bühne - der städtische Arrest in die Logen eingebaut.
- Der alte Strudengau - wo die gefährlichsten Stromschnellen der Donau lagen.
- Die Greinburg - die Burg des fünfzehnten Jahrhunderts über der Stadt.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Theater ist klein und wird mit Führung gezeigt oder bei einer Vorstellung gesehen - prüfe die Zeiten. Die Stromschnellen sind fort, durch Flussbauten beseitigt; von ihnen ist nichts zu sehen. Die Schlosszeiten sind saisonal.
In der Nähe
Die Burg Clam liegt nördlich; Melk und die Wachau liegen flussabwärts.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.