Baden bei Wien
Eine Schwefelkurstadt südlich von Wien, nach einem Brand im Biedermeierstil wieder aufgebaut, wo Beethoven fünfzehn Sommer verbrachte.
UNESCO - Welterbe
Badens Schwefelquellen wurden schon von den Römern genutzt, die den Ort Aquae nannten, und im frühen neunzehnten Jahrhundert wurde er zum Sommeraufenthalt des Habsburgerhofs - Franz I. kam drei Jahrzehnte lang jedes Jahr, und der Adel folgte. Ein Brand zerstörte 1812 einen großen Teil der Stadt, und der Wiederaufbau brachte den geschlossenen Biedermeierkern hervor, der erhalten ist: niedrige verputzte Fassaden, Höfe, der Josefsplatz und der Hauptplatz, eine Pestsäule und der Kurpark, der sich dahinter den Hang hinaufzieht, mit dem Casino und der Arena. Beethoven nahm über fünfzehn Sommer hinweg hier Quartier und arbeitete in dem Haus, das heute sein Museum ist, an der Neunten Symphonie. Baden ist eine der elf Städte, die die UNESCO 2021 als Bedeutende Kurstädte Europas eingetragen hat.
Was du tatsächlich siehst
- Ein Biedermeier-Stadtkern - nach dem Brand von 1812 wieder aufgebaut, geschlossen und niedrig.
- Schwefelthermalbäder - die seit römischer Zeit genutzten Quellen, noch immer in Betrieb.
- Beethovens Sommerhaus - wo er an der Neunten arbeitete, heute Museum.
- Der Kurpark - der terrassierte Park mit Casino und Arena über der Stadt.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; im Sommer läuft in der Arena das Operettenfestival. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Schwefelgeruch ist in Quellennähe deutlich. Die Therme ist eine moderne Anlage und kein historisches Badehaus. Die Museen haben kurze Öffnungszeiten und sind montags geschlossen.
In der Nähe
Mayerling und Heiligenkreuz liegen westlich; der Wienerwald zieht sich nach Norden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.