Österreichische Postsparkasse
Otto Wagners Bank von 1906, mit Marmorplatten verkleidet, die von Aluminiumbolzen gehalten werden, und einem Kassensaal mit Glasboden.
Die Postsparkasse, zwischen 1904 und 1906 von Otto Wagner errichtet, gehört zu den Bauten, die die frühe Moderne immer wieder zitierte: die Fassade besteht aus dünnen Marmor- und Granitplatten, die mit bewusst sichtbar gelassenen Aluminiumbolzen am Ziegel befestigt sind, sodass die Verkleidung sich ehrlich als Haut zu erkennen gibt, statt Tragwerk vorzutäuschen - ein Bruch mit allem, was an der Ringstraße ringsum steht. Innen ist der große Kassensaal ein glasgedeckter und glasbodiger Raum mit schlanken genieteten Stützen, frei im Raum stehenden Heizkanälen aus Aluminium und von Wagner passend entworfenem Mobiliar, das Ganze von oben und von unten belichtet. Die Bank hat das Gebäude verlassen und seine Zukunft war wiederholt ungewiss; der Saal und ein kleines Wagner-Museum waren zu eingeschränkten, wechselnden Zeiten für Besucher geöffnet.
Was du tatsächlich siehst
- Sichtbare Aluminiumbolzen - die Verkleidung an der Wand befestigt und dazu stehend.
- Der gläserne Kassensaal - Dach und Boden beide verglast, aus zwei Richtungen belichtet.
- Wagners Einrichtung - Möbel, Kanäle und Details, mit dem Gebäude entworfen.
- Ein Bezugspunkt der Moderne - der Bruch mit der Ringstraße nebenan.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; prüfe die aktuellen Öffnungszeiten, bevor du hinfährst. Eine Stunde.
Ehrliche Erwartungen
Seit dem Auszug der Bank ist die Öffnung unstet und die Zeiten sind eingeschränkt - vergewissere dich vorher. Nur ein Teil des Gebäudes ist zugänglich. Das Äußere lässt sich jederzeit ansehen.
In der Nähe
Die Ringstraße, das MAK und der Stadtpark liegen wenige Minuten entfernt.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.