Schloss Ambras
Ein Renaissanceschloss über Innsbruck, um die Kuriositätensammlung eines Erzherzogs gebaut, noch heute in den dafür geschaffenen Räumen gezeigt.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Ambras liegt auf einer Terrasse am Rand von Innsbruck, im sechzehnten Jahrhundert von Erzherzog Ferdinand II. aus einer mittelalterlichen Burg umgebaut, um seine Frau, seine Rüstungen und seine Sammlung unterzubringen. Das Unterschloss birgt die Kunst- und Wunderkammer, einen der ältesten Museumsräume Europas, der noch dort steht, wo er gebaut wurde: Korallen, Uhrwerke, geschnitzte Miniaturen, Bildnisse von Menschen, die der Hof sonderbar fand, alles in den originalen Schränken. Der Spanische Saal nebenan ist ein langer Holzsaal, an dessen Wänden ganzfigurige Bildnisse Tiroler Landesfürsten hängen. Das Hochschloss bewahrt eine habsburgische Porträtgalerie, und die Gärten ziehen sich unter alten Bäumen den Hang hinab.
Was du tatsächlich siehst
- Die Kunst- und Wunderkammer - die Renaissancesammlung der Kuriositäten in ihrem originalen Raum und in den originalen Schränken.
- Der Spanische Saal - die eingelegte Holzdecke und die Reihe ganzfiguriger Fürstenbildnisse.
- Die Rüstkammern - die Prunk- und Turnierrüstungen, die Ferdinand II. zusammentrug.
- Der Schlosspark - die bewaldeten Terrassen und Teiche unterhalb der Mauern, auch ohne Karte zugänglich.
Wann du hinfahren solltest
Das gesamte Schloss einschließlich des Spanischen Saals ist vom Frühjahr bis in den Herbst geöffnet; im Winter schließen Teile und die Zeiten verkürzen sich, prüfe das also, bevor du außerhalb der Saison hinfährst. Werktagvormittage sind ruhig. Der Park ist frei zugänglich und am Abend angenehm. Es eignet sich für einen verregneten Nachmittag, denn fast alles Sehenswerte liegt innen.
Ehrliche Erwartungen
Die Sammlung belohnt langsames Schauen, und Besucher, die ein möbliertes Schloss erwarten, gehen oft ratlos wieder, wenn sie Schränke voller Sonderbarkeiten vorfinden. Die Beschriftung ist auf Deutsch ausführlich und auf Englisch dünner. Der Hügel liegt eine Busfahrt vom Zentrum entfernt und das letzte Stück geht bergauf. Im tiefen Winter können die besten Räume ganz geschlossen sein.
In der Nähe
Die Innsbrucker Altstadt ist fünfzehn Minuten entfernt, und die Nordkettenbahn fährt vom Zentrum ab.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.