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Austria/ Der Almabtrieb

Der Almabtrieb

Der Abstieg des Viehs von den Sommeralmen zu den Talhöfen im September, die Tiere mit Kopfschmuck und Glocken, begleitet von Dorffesten.

Der Almabtrieb

Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.

UNESCO - immaterielles Kulturerbe

Arttradition
WoTyrol, Salzburg and Vorarlberg
Nächste StadtInnsbruck
Beste ZeitMitte September bis Anfang Oktober
Zeit einplanenEin Vormittag
AnfahrtIn den Talorten der westlichen Bundesländer, an örtlich angekündigten Terminen
EintrittFrei

Das Vieh verbringt den Sommer auf den Hochalmen und kommt im September oder Anfang Oktober herunter, und der Abstieg ist ein Arbeitsvorgang, den die Dörfer zum Fest machen. Die Tiere werden am Morgen des Abtriebs gewaschen und geschmückt: ein geschnitzter und mit Blumen besetzter Kopfschmuck für die Leitkuh, schwere Glocken, die nur dafür herausgeholt werden, Bänder und kleine Spiegel. In vielen Tälern gilt der Brauch, dass der Schmuck ganz entfällt, wenn es in jenem Sommer auf der Alm einen Todesfall gab, und die Herde kommt schmucklos herunter. Im Dorf warten am Ankunftsplatz ein Markt, Musik und Essensstände. Die Almwirtschaft, den saisonalen Wechsel, den dies abschließt, nahm die UNESCO 2019 in die Liste des immateriellen Erbes auf.

Was du tatsächlich siehst

  • Der Kopfschmuck - geschnitzte und mit Blumen besetzte Kronen auf den Leittieren, jedes Jahr neu gefertigt.
  • Die Glocken - große Zeremonienglocken, für diesen Tag aufgehoben, lange vor der Herde zu hören.
  • Der Dorfmarkt - Stände, Käse aus den Sommersennereien und Musik am Ankunftsplatz.
  • Der schmucklose Abtrieb - Herden, die ungeschmückt herunterkommen, dem Brauch nach einem Todesfall folgend.

Wann du hinfahren solltest

Die Termine liegen zwischen Mitte September und Anfang Oktober und richten sich nach Wetter und Gras, jedes Dorf bestätigt sie also erst ein oder zwei Wochen vorher. Die Herde trifft meist am späten Vormittag ein. Ein Wettersturz kann das Vieh früh und unangekündigt herunterbringen, ohne jeden Schmuck und ohne das Fest, das dazugehört.

Ehrliche Erwartungen

Das ist Vieh auf einer öffentlichen Straße, also Lärm, Mist, Staub und ein paar nervöse Tiere; es ist kein Umzug hinter Absperrungen. Die Dorfparkplätze sind am frühen Morgen voll und die Talstraßen verstopfen. Das Warten zwischen der angekündigten Stunde und dem tatsächlichen Auftauchen der Herde kann lang sein, und der Festteil ist meist ein Bierzelt mit Kapelle.

In der Nähe

Dörfer in Tirol, Salzburg und Vorarlberg halten ihre eigenen Abtriebe innerhalb weniger Tage voneinander ab.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.

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