Genfer Altstadt
Ein steiler Hügel aus Kopfsteingassen, Antiquitätenläden und einer Kathedrale über dem Genfersee, mit der grossen Fontäne der Stadt, die aus dem Wasser darunter aufschiesst.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
Genfs Altstadt klettert einen Hügel hinauf, über der Stelle, an der die Rhone den See verlässt, und sie ist ein kompaktes, still ansehnliches Quartier aus Kopfsteingassen, verschlossenen Steinhäusern, Antiquitätenhändlern und dem grössten alten Platz der Stadt, der Place du Bourg-de-Four, die seit der Römerzeit ein Treffpunkt ist. Zuoberst steht die Kathedrale Saint-Pierre, ein Gebäude, das in der Reformation vom Katholischen ins Protestantische schwenkte und dabei sein Inneres kahl geräumt bekam, mit einer archäologischen Stätte darunter, die Schichten früherer Kirchen zeigt, und Türmen, die für einen Blick über die Dächer zum See und zu den Alpen bestiegen werden können. Unten läuft die Seefront zum Jet d'Eau, der Fontäne, die eine Wassersäule rund 140 Meter in die Luft wirft und zum Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Genf ist teuer und eher ernst, doch die Altstadt gibt ihm Reiz.
Was du tatsächlich siehst
- Die Kathedrale Saint-Pierre - das kahl geräumte reformierte Innere und die besteigbaren Türme.
- Die Place du Bourg-de-Four - den alten Platz im Herzen der Oberstadt.
- Die archäologische Stätte - die ausgegrabenen Schichten früherer Kirchen unter der Kathedrale.
- Den Jet d'Eau - die grosse Fontäne am Seeufer, quer durch die Stadt sichtbar.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September ist am wärmsten für die Seefront und die Terrassen; die Altstadt ist ganzjährig begehbar und im Winter angenehm, wenn sie still ist. Der Jet d'Eau läuft den grössten Teil des Jahres, wird aber bei starkem Frost und Wind abgestellt. Sonntagvormittage sind in den oberen Gassen besonders ruhig.
Ehrliche Erwartungen
Genf gehört zu den teuersten Städten Europas, und das zeigt sich an allem, vom Kaffee bis zu den Hotels. Die Altstadt ist klein und in ein paar Stunden gesehen, und die Stadt insgesamt ist geschäftsmässiger als schön, weshalb Reisende, die auf ein Schweizer Postkartenbild hoffen, oft Bern oder Luzern vorziehen. Der Jet d'Eau durchnässt jeden, der bei drehendem Wind auf seinen Steg hinausgeht, was den halben Spass ausmacht.
In der Nähe
Die Kursschiffe fahren über den Lac Léman nach Lausanne und zu den Lavaux-Weinbergen; die französischen Alpen und Chamonix sind jenseits der Grenze nah.
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