Das römische Trier
Deutschlands älteste Stadt bewahrt ein römisches Tor, Kaiserthermen, ein Amphitheater und eine Thronhalle aus Backstein in Gehweite zueinander.
Illustration - eine Szene im Geist des Ortes, kein Foto davon.
UNESCO - Welterbe
Trier war eine römische Hauptstadt an der Mosel, und genug davon ist erhalten, um einen Tag mit Gehen zu füllen. Die Porta Nigra, ein im zweiten Jahrhundert errichtetes geschwärztes Sandsteintor, steht am Kopf der Hauptstraße, weil ein mittelalterlicher Einsiedler darin einzog und das Gebäude zu einer Kirche gemacht wurde, was es davor bewahrte, als Steinbruch abgetragen zu werden. Die Kaiserthermen kamen nie in vollen Betrieb, weshalb sich ihre unterirdischen Betriebsgänge von Ende zu Ende begehen lassen. Die Aula Palatina ist eine Thronhalle des vierten Jahrhunderts, ein einziger Backsteinraum von einschüchternden Maßen, heute eine schlichte evangelische Kirche. Dazu kommen das Amphitheater, die Barbarathermen und eine Brücke auf römischen Pfeilern, die bis heute Verkehr trägt.
Was du tatsächlich siehst
- Die Porta Nigra - ein römisches Stadttor, vom Wetter geschwärzt, gerettet durch seine Jahrhunderte als Kirche.
- Die Kaiserthermen - begehbare Betriebsgänge unter einer Thermenanlage, die nie voll genutzt wurde.
- Die Aula Palatina - eine Backsteinthronhalle des vierten Jahrhunderts, ein einziger gewaltiger ungeteilter Raum.
- Das Amphitheater - gestufte Erdwälle und die Keller, in denen Gerät und Tiere warteten.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober für angenehmes Gehen zwischen Stätten, die ein bis zwei Kilometer auseinanderliegen. Die Gänge unter den Thermen bleiben bei jedem Wetter kühl und feucht, nimm im Sommer also eine Schicht mit. Kombitickets rechnen sich etwa ab drei Stätten, und die meisten schließen ab November ein bis zwei Stunden früher.
Ehrliche Erwartungen
Das sind Ruinen, und einige lesen sich ohne Führung oder Audioguide als Backsteinstümpfe. Besonders das Amphitheater besteht überwiegend aus Erdwerken. Die Stätten liegen verstreut, und sie alle an einem Tag zu machen bedeutet viel Gehen auf harten Straßen. Der Dom ist oft voller Pilgergruppen, und das Zentrum ist in der Saison teuer.
In der Nähe
Die Moselweinberge flussabwärts, die Stadt Luxemburg eine Stunde entfernt und das Weindorf Bernkastel.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.