Naumburger Dom
Ein Dom mit zwölf gemeißelten Stifterfiguren, geschaffen zwei Jahrhunderte nachdem die dargestellten Menschen gestorben waren.
Im Westchor des Naumburger Doms stehen zwölf lebensgroße Steinfiguren der Stifter des Doms, um 1250 von einem anonymen Bildhauer gemeißelt, der nur als Naumburger Meister bekannt ist. Die Dargestellten waren seit rund zweihundert Jahren tot, der Bildhauer hatte also keine Bildnisse als Vorlage und erfand sie, gab jedem ein eigenes Gesicht, eine eigene Haltung und einen eigenen Ausdruck; die Figur der Uta von Ballenstedt, die ihren Kragen vors Gesicht zieht, gehört zu den bekanntesten mittelalterlichen Skulpturen Europas. Dieselbe Werkstatt schuf einen Lettner mit erzählenden Reliefs von ungewöhnlicher emotionaler Kraft. Die UNESCO nahm den Dom 2018 auf, nachdem zwei frühere Anläufe gescheitert waren.
Was du tatsächlich siehst
- Die zwölf Stifter - erfundene Bildnisse zwei Jahrhunderte zuvor verstorbener Menschen.
- Die Uta-Figur - die am häufigsten abgebildete der Gruppe.
- Den Lettner - erzählende Reliefs derselben anonymen Werkstatt.
- Die zwei Chöre - einen ungewöhnlichen Grundriss mit Chören an beiden Enden.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; der Dom schließt während der Gottesdienste und hat kürzere Winterzeiten. Er ist ruhig im Vergleich zu bekannteren deutschen Domen.
Ehrliche Erwartungen
Die Figuren stehen im Westchor, der für Gottesdienste oder Konzerte schließen kann. Die Stadt ist klein. Die UNESCO-Aufnahme hat den Busverkehr verstärkt.
In der Nähe
Die Weinberge an Saale und Unstrut liegen im Norden; Leipzig im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.