Mathildenhöhe
Eine Künstlerkolonie, in der Gestalter 1901 ihre eigenen Häuser als öffentliche Ausstellung bauten und einrichteten.
Großherzog Ernst Ludwig lud 1899 Künstler und Architekten nach Darmstadt ein und gab ihnen auf der Mathildenhöhe Land zum Bauen. Im Jahr 1901 eröffnete die Kolonie eine Ausstellung unter dem Titel Ein Dokument Deutscher Kunst, in der die Häuser selbst, von ihren Bewohnern entworfen und eingerichtet, die Ausstellungsstücke waren, ein ungewöhnlicher Vorschlag, der europaweit Aufmerksamkeit erregte. Joseph Maria Olbrich entwarf die meisten Bauten, darunter das Ernst-Ludwig-Haus, und später den Hochzeitsturm von 1908, dessen gestufte Dachlinie das Wahrzeichen Darmstadts ist. Peter Behrens baute hier sein eigenes Haus, bevor er zur Industriegestaltung überging. Die UNESCO nahm die Stätte 2021 in die Liste auf.
Was du tatsächlich siehst
- Den Hochzeitsturm - Olbrichs Turm von 1908 mit gestufter Krone.
- Die Künstlerhäuser - Bauten, von ihren Bewohnern entworfen und eingerichtet.
- Das Ernst-Ludwig-Haus - das Atelierhaus der Kolonie, heute ein Museum.
- Die russische Kapelle - eine 1899 neben der Kolonie erbaute vergoldete Kapelle.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; Museum und Turm sind montags geschlossen. Das Gelände ist frei zugänglich. Darmstadt ist von Frankfurt aus leicht zu erreichen.
Ehrliche Erwartungen
Mehrere Häuser sind privat und nur von außen zu sehen. Kriegsschäden zerstörten einen Teil der Kolonie. Den Turm besteigt man nur über Treppen.
In der Nähe
Die Grube Messel liegt im Nordosten; Frankfurt im Norden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.