Schloss Ludwigslust
Ein Schloss, dessen Innenräume mit Pappmaché statt mit Stuck geschmückt sind, weil sich der Herzog Stein nicht leisten konnte.
Herzog Friedrich verlegte seine Residenz 1765 hierher und ließ um ein neues, 1776 vollendetes Schloss eine ganze Stadt anlegen, in einem Maßstab, der ihr den Namen kleines Versailles eintrug. Das Geld war knapp, deshalb wurden die Zierarbeiten in Ludwigsluster Carton ausgeführt, einem Pappmaché aus gepresstem Papier aus örtlicher Herstellung, geformt und bemalt, um geschnitztes Holz, Stuck und Stein nachzuahmen; eine Fabrik in der Stadt stellte es her, und es füllt die Prunkräume, darunter große Bilderrahmen, Vasen und Reliefs. Der Park von etwa hundertzwanzig Hektar wurde von Peter Joseph Lenné mit Kanälen, Kaskaden und Staffagebauten angelegt.
Was du tatsächlich siehst
- Den Pappmachéschmuck - geformtes Papier, das Stuck und Schnitzwerk nachahmt.
- Den Goldenen Saal - den Hauptprunkraum mit einer zweigeschossigen Ordnung.
- Den Lenné-Park - 120 Hektar Kanäle, Kaskaden und Gartenbauten.
- Die geplante Stadt - eine rings um das Schloss angelegte Siedlung.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; das Schloss ist montags geschlossen und verkürzt im Winter die Zeiten. Der Park ist frei und ganzjährig offen. Die Kaskade läuft saisonal.
Ehrliche Erwartungen
Nur ein Teil des Schlosses ist geöffnet, die Restaurierung dauert an. Montags ist geschlossen. Die Stadt ringsum ist klein.
In der Nähe
Schwerin liegt im Norden; Hamburg im Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.