Cochem und die Reichsburg
Eine 1689 gesprengte Burg, in den 1870er-Jahren von einem Berliner Geschäftsmann aus den Ruinen als Sommerhaus wiederaufgebaut.
Die Reichsburg steht etwa hundert Meter über Cochem auf einem Kegel in einer Moselschleife. Französische Truppen zerstörten sie 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg, und sie lag fast zwei Jahrhunderte in Trümmern, bis Louis Ravené, ein Berliner Geschäftsmann, sie 1868 kaufte und sie neugotisch als Sommerresidenz wiederaufbauen ließ, fertiggestellt 1877; die Stadt kaufte sie 1978. Weinberge steigen an den Hängen ringsum, und der nahe Calmont gehört mit Neigungen über sechzig Grad zu den steilsten Weinbergen Europas. Ein Sessellift führt von der Stadt zum Aussichtspunkt Pinnerkreuz hinauf.
Was du tatsächlich siehst
- Die wiederaufgebaute Burg - eine neugotische Rekonstruktion von 1868 bis 1877.
- Die Moselschleife - den Fluss, der sich unter dem Burgkegel windet.
- Die Calmont-Hänge - einige der steilsten Weinberge Europas in der Nähe.
- Den Sessellift - eine Bahn zum Pinnerkreuz über der Stadt.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober; die Burg schließt im Winter bis auf wenige Termine. Die Innenräume gibt es nur mit Führung. Weinfeste füllen die Stadt im Spätsommer.
Ehrliche Erwartungen
Fast alles ist Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts, keine mittelalterliche Substanz. Der Zutritt erfolgt nur mit Führung. Die Stadt ist voller Flusskreuzfahrtgruppen.
In der Nähe
Bernkastel-Kues liegt flussaufwärts; Koblenz flussabwärts.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.