Seegrotte Hinterbrühl
Europas größter unterirdischer See, in einem gefluteten Gipsbergwerk, in dem später Rümpfe für Strahlflugzeuge gebaut wurden.
Die Seegrotte ist ein Gipsbergwerk, das von 1848 bis 1912 abgebaut wurde, als eine Sprengung eine wasserführende Schicht anschlug und rund zwanzig Millionen Liter über Nacht die unteren Baue fluteten, wodurch das entstand, was als größter unterirdischer See Europas beschrieben wird, rund sechstausend Quadratmeter Wasser in einer Felskammer. Die Führungen gehen zu Fuß durch die Strecken und dann mit einem Flachboot auf den See hinaus. Das Bergwerk hat eine zweite Geschichte: 1943 legten es die Deutschen trocken und nutzten es als ausgelagerte Fertigung, in der Zwangsarbeiter Rümpfe für die Heinkel He 162 bauten, einen Strahljäger der späten Kriegszeit, und in der Kammer, in der gearbeitet wurde, hängt ein Nachbau. Die Temperatur unter Tage liegt ganzjährig bei rund neun Grad.
Was du tatsächlich siehst
- Europas größter unterirdischer See - die geflutete untere Strecke, mit dem Boot befahren.
- Ein Gipsbergwerk - von 1848 abgebaut, bis die Flutung von 1912 es beendete.
- Eine Flugzeugfertigung der Kriegszeit - wo Zwangsarbeiter Rümpfe der He 162 bauten.
- Ein nachgebauter Strahljäger - in der Kammer hängend, in der sie zusammengesetzt wurden.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig; drinnen zu jeder Jahreszeit rund neun Grad. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Nur mit Führung, nach Fahrplan, und es ist kalt - nimm eine Jacke mit. Die Geschichte der Zwangsarbeit in der Kriegszeit gehört zur Führung und ist bedrückend. Die Bootsfahrten können wegen der Wasserstände ausgesetzt sein.
In der Nähe
Mödling und der Wienerwald liegen daneben; Wien ist eine halbe Stunde nördlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.