Augarten
Wiens ältester Barockgarten, 1775 dem Publikum geöffnet, mit zwei gewaltigen Flaktürmen darin.
Der Augarten wurde im siebzehnten Jahrhundert als französischer Formalgarten angelegt und 1775 von Joseph II. dem Publikum geöffnet, mit einer Inschrift am Tor, die ihn als allen Menschen gewidmeten Lustort ausweist - was ihn zum ältesten Barockgarten Wiens macht -, wenn auch nicht zur ersten öffentlichen Öffnung der Stadt: Joseph II. hatte den Prater bereits 1766 für alle geöffnet. Er ist ein Raster von Alleen unter alten Bäumen. In ihm stehen zwei der sechs Flaktürme, die 1942 bis 1944 in Wien errichtet wurden - riesige Flakbauten aus Stahlbeton, einer eine Geschützplattform und einer ein Leitturm, zu massiv, um sie in einem Wohngebiet sicher abzutragen, und deshalb dort belassen, wo sie stehen, verfallen und eingezäunt. Die Porzellanmanufaktur Augarten, seit 1718 in Betrieb, und die Schule der Wiener Sängerknaben liegen beide im Park.
Was du tatsächlich siehst
- Ein 1775 allen geöffneter Barockgarten - neun Jahre nach dem Prater, und förmlich dem Volk gewidmet.
- Zwei Flaktürme aus der Kriegszeit - Betonbauten, stehen geblieben und unbrauchbar.
- Die Porzellanmanufaktur Augarten - seit 1718 in Produktion, mit Museum und Geschäft.
- Alleen alter Bäume - das förmliche Raster unter geschlossenem Kronendach.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Flaktürme sind eingezäunt und nicht betretbar - man schaut sie an. Die Führung durch die Manufaktur muss angemeldet werden. Der Park ist groß und schlicht, und Teile wirken vernachlässigt.
In der Nähe
Der Prater liegt östlich; der Donaukanal und der erste Bezirk liegen südlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.