Die bemalte Decke von Zillis
Eine Kirchendecke des zwölften Jahrhunderts aus 153 bemalten Tafeln, der vollständigste romanische Zyklus seiner Art in Europa.
Die Kirche St. Martin in Zillis hat eine flache Holzdecke aus hundertdreiundfünfzig bemalten Tafeln, um 1114 entstanden und im Wesentlichen vollständig erhalten - und genau das macht sie aussergewöhnlich, denn romanische bemalte Decken dieser Art gab es weithin, und fast keine kam unversehrt durch. Der äussere Ring zeigt Meeresungeheuer und Winde und rahmt damit die Welt; die inneren Tafeln laufen durch das Leben Christi und die Legende des heiligen Martin. Der Stil ist romanisch mit deutlichem byzantinischem Einfluss, und die Maler sind unbekannt. Weil sie über dem Kopf und schwach beleuchtet ist, stellt die Kirche schräg gestellte Spiegel auf Wagen bereit, damit Besucher die Tafeln ohne Nackenverrenkung studieren können. Das Dorf liegt an der alten Route zum San-Bernardino-Pass.
Was du tatsächlich siehst
- 153 Tafeln von etwa 1114 - einen vollständigen romanischen Zyklus, in Europa einzig.
- Ungeheuer und Winde am Rand - den Rahmen, der den Rand der Welt darstellt.
- Spiegel auf Wagen - die praktische Art, eine Decke zu betrachten.
- Eine Kirche an der Passstrasse - der alten Route südwärts über den San Bernardino.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig. Eine Stunde.
Ehrliche Erwartungen
Die Kirche ist klein und die Decke hoch und schwach beleuchtet - Fotografieren ohne Stativ ist schwierig. Sie kann während Gottesdiensten geschlossen sein. Die Vermittlung ist weitgehend auf Deutsch. Das Dorf hat wenige andere Einrichtungen.
In der Nähe
Die Viamalaschlucht liegt im Norden; der San-Bernardino-Pass im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.