Die Abtei Saint-Maurice
Ein seit 515 ununterbrochen bestehendes Kloster, mit einem Schatz an Goldschmiedearbeiten, geschenkt von merowingischen und karolingischen Herrschern.
Die Abtei wurde 515 an der GrabstĂ€tte des Mauritius und der ThebĂ€ischen Legion gegrĂŒndet, und sie besteht seither ohne Unterbrechung - was sie zum Ă€ltesten dauernd bewohnten Kloster des Westens macht. Sie liegt unter einer Felswand in der Enge des Rhonetals, einem Engpass, der die Stelle lange vor der Abtei strategisch wichtig machte. Die Schatzkammer ist der Grund fĂŒr den Besuch: eine Sammlung von Reliquiaren, Kannen und GefĂ€ssen in Gold, Silber und Edelsteinen, geschenkt von Herrschern ab der merowingischen Zeit, darunter StĂŒcke römischer und frĂŒhmittelalterlicher Arbeit, die ĂŒberdauerten, weil das Haus nie aufgehoben wurde. Grabungen unter der Kirche zeigen aufeinanderfolgende Bauten bis ins vierte Jahrhundert zurĂŒck. Steinschlag von der Wand hat den Ort mehr als einmal beschĂ€digt.
Was du tatsÀchlich siehst
- FĂŒnfzehn Jahrhunderte ohne Unterbruch - das Ă€lteste dauernd bewohnte westliche Kloster.
- Einen Schatz aus Herrschergeschenken - Goldschmiedearbeit ab der merowingischen Zeit.
- Ergrabene Schichten unter der Kirche - aufeinanderfolgende Bauten bis in die 300er Jahre.
- Die Enge der Rhone - den Engpass, der die Stelle strategisch machte.
Wann du hinfahren solltest
GanzjÀhrig. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Schatzkammer wird nur auf FĂŒhrungen zu festen Zeiten gezeigt, meist auf Französisch, und sie sind ausgebucht. Die Kirche selbst ist schlichter, als die Sammlung vermuten lĂ€sst. Die Stadt ist klein. Das Fotografieren in der Schatzkammer ist eingeschrĂ€nkt.
In der NĂ€he
Martigny und seine römischen Reste liegen talaufwÀrts; der Genfersee im Norden.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.