Kloster Muri
Eine Benediktinerabtei, deren barocker Umbau ein achteckiges Kuppelzentrum auf einen romanischen Grundriss setzte.
Muri wurde 1027 von den Habsburgern gegründet, und seine Kirche durchlief eine ungewöhnliche Verwandlung: In den 1690er Jahren wurde das romanische Langhaus als grosses Achteck unter einer Kuppel neu gebaut, wobei der mittelalterliche Chor und die Türme erhalten blieben, sodass sich der Bau als zwei zusammengefügte architektonische Systeme liest statt als ein geschlossener Entwurf. Der Innenraum ist voller Barock, mit Stuck, einer grossen Orgel und Chorgestühl. Der Kanton hob die Abtei 1841 auf, und die Gemeinschaft zog nach Gries in Tirol, wo sie fortbesteht. Die Habsburger Verbindung besteht auf unerwartete Weise fort: Vom letzten österreichisch-ungarischen Kaiser Karl I. und seiner Frau Zita sind hier in der Loretokapelle die Herzen beigesetzt, einem habsburgischen Bestattungsbrauch folgend.
Was du tatsächlich siehst
- Ein Achteck auf romanischem Grundriss - die Kuppel der 1690er Jahre, an mittelalterliches Werk gefügt.
- Vollen barocken Innenraum - Stuck, Orgel und geschnitztes Chorgestühl.
- Habsburger Herzen in der Loretokapelle - Karl I. und Zita dort beigesetzt.
- Eine Gemeinschaft, die umzog - 1841 aufgehoben und in Tirol neu gegründet.
Wann du hinfahren solltest
Ganzjährig. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Kirche wird für Konzerte und Gottesdienste genutzt und kann geschlossen sein. Das Museum hat begrenzte Zeiten. Muri ist eine kleine Ortschaft mit bescheidenem Angebot. Die Vermittlung ist auf Deutsch.
In der Nähe
Der Hallwilersee liegt im Westen; Zug und Luzern im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.