Goetheanum
Rudolf Steiners Zentrale der Anthroposophie, ein skulpturaler Betonbau nahezu ohne rechte Winkel.
Rudolf Steiner baute ein erstes Goetheanum aus Holz, 1920 eröffnet und in der Silvesternacht 1922 durch Brandstiftung zerstört. Den Ersatz entwarf er vor seinem Tod 1925 in Stahlbeton, und er wurde 1928 vollendet - ein massiver skulpturaler Bau, in dem fast nichts rechtwinklig ist: WĂ€nde falten sich, Fenster sind als unregelmĂ€ssige Formen mit geschliffenem Farbglas ausgeschnitten, und Treppen schwingen ohne gerade LĂ€ufe. Er gilt als frĂŒhes Wahrzeichen ausdrucksstarker Betonarchitektur und wurde von spĂ€teren Architekten genau dafĂŒr studiert. Das GebĂ€ude bleibt das Zentrum der anthroposophischen Bewegung, mit einem grossen Saal fĂŒr AuffĂŒhrungen von Goethes Faust und fĂŒr Eurythmie. Die Nebenbauten auf dem HĂŒgel folgen derselben Sprache.
Was du tatsÀchlich siehst
- Beton nahezu ohne rechte Winkel - sich faltende WĂ€nde und unregelmĂ€ssige Ăffnungen.
- Geschliffenes Farbglas - die Fenster, mit figĂŒrlichen Motiven geschnitten.
- Einen Wiederaufbau nach Brandstiftung - der hölzerne erste Bau brannte 1922 ab.
- Ein tĂ€tiges Bewegungszentrum - AuffĂŒhrungen und Eurythmie im grossen Saal.
Wann du hinfahren solltest
GanzjÀhrig. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Dies ist die Zentrale einer geistigen Bewegung, kein neutrales Museum, und die Darstellung spiegelt das. Der öffentliche Zugang gilt nur fĂŒr bestimmte Bereiche; der grosse Saal braucht eine FĂŒhrung oder ein Ticket. Die FĂŒhrungen laufen vor allem auf Deutsch. Das Fotografieren im Innern ist eingeschrĂ€nkt.
In der NĂ€he
Arlesheim und der Garten Ermitage liegen nebenan; Basel ist eine Tramfahrt nördlich.
Ăffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale SchlieĂungen Ă€ndern sich - prĂŒfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.