Der Eiger
Ein 3.967 Meter hoher Gipfel, dessen 1.800 Meter hohe Nordwand die dunkelste Klettergeschichte der Alpen trägt.
Der Eiger erreicht 3.967 Meter, was ihn nicht unter die höchsten Alpengipfel bringt, und sein Ruhm beruht fast ganz auf einer Wand. Die Nordwand steigt etwa achtzehnhundert Meter über den Wiesen bei Alpiglen in einem konkaven Schwung auf, der schlechtes Wetter einfängt, Steinschlag in die eigene Linie schickt und im Schatten bleibt - Verhältnisse, die bei den Versuchen der 1930er Jahre wiederholt töteten und der Wand in der deutschen Presse den Beinamen Mordwand eintrugen. Erstmals durchstiegen wurde sie im Juli 1938 von Heckmair, Vörg, Harrer und Kasparek. Die Jungfraubahn tunnelt hinter der Wand durch den Berg, mit einer Fenstergalerie am Eigerwand, die zur Bergung von Leichen genutzt wurde. Von der Kleinen Scheidegg steht die ganze Wand unmittelbar gegenüber.
Was du tatsächlich siehst
- Eine 1.800 Meter hohe konkave Wand - die Nordwand, die geradewegs aus den Wiesen aufsteigt.
- Eine Bahn im Berginnern - die Jungfraulinie, die hinter der Wand tunnelt.
- Die Kleine Scheidegg - die Wiesenterrasse, die die Wand frontal beobachtet.
- Die Linie von 1938 - die Route, die Heckmairs Seilschaft schliesslich durchstieg.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis September für klare Sicht. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Wand liegt an einem grossen Teil der Tage in Wolken, und der klassische Blick braucht beständiges Wetter. Kletternde zu beobachten braucht realistisch ein Fernrohr. Die Bahn aufs Jungfraujoch ist eine der teuersten Europas. Alpiglen und die Kleine Scheidegg sind die kostenlosen Aussichtspunkte.
In der Nähe
Grindelwald liegt darunter; die Kleine Scheidegg und Wengen entlang der Bahn.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.