Meyer Werft
Eine Werft vierzig Kilometer im Binnenland, die Kreuzfahrtschiffe baut und sie nachts einen ausgebaggerten Fluss hinunterführt.
Die Meyer Werft baut seit 1795 Schiffe in Papenburg und stellt heute einige der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt her, in überdachten Baudocks, von denen eines über fünfhundert Meter lang ist. Die Schwierigkeit ist die Geografie: Die Werft liegt etwa vierzig Kilometer die Ems hinauf von der offenen See, an einem Fluss, der für die fertigen Schiffe viel zu klein ist, weshalb jedes Schiff in einer Überführung hinausgebracht wird, einem langsamen nächtlichen Transfer, bei dem das Schiff rückwärts die ausgebaggerte Fahrrinne hinuntergeht, mitunter mit nur Zentimetern Abstand unter Brücken und an Häusern vorbei. Diese Überführungen ziehen Zehntausende Zuschauer an die Ufer.
Was du tatsächlich siehst
- Das überdachte Dock - eine Baudockhalle von über fünfhundert Metern Länge.
- Das Besucherzentrum - eine Galerie mit Blick auf den Bau, mit Modellen und Ausstellungsstücken.
- Die Überführung - ein Schiff, rückwärts einen schmalen Fluss hinunter, von Menschenmengen verfolgt.
- Den Maßstab - Kreuzfahrtschiffe, vierzig Kilometer vom Meer entfernt zusammengebaut.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober für das Besucherzentrum; Überführungstermine werden vorab bekannt gegeben und ziehen sehr große Menschenmengen an. Das Zentrum schließt im Winter für eine Zeit.
Ehrliche Erwartungen
Das Besucherzentrum ist eine Galerie, keine Werftführung; über die Werft gehen kann man nicht. Was sichtbar ist, hängt vom Baustand ab. Überführungstermine verschieben sich.
In der Nähe
Emden liegt im Nordwesten; die niederländische Grenze im Westen.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.