Römersteinbruch St. Margarethen
Ein Kalksteinbruch, seit römischer Zeit abgebaut, Lieferant für den Wiener Stephansdom, heute eine Opernbühne im Fels.
UNESCO - Welterbe
Der Leithakalkbruch in Sankt Margarethen wird seit römischer Zeit abgebaut - Carnuntum wurde teilweise daraus gebaut -, und zu seiner späteren Ausbeute gehört Stein für den Stephansdom in Wien, die Votivkirche und einen großen Teil der Ringstraße, ein beträchtlicher Teil der österreichischen Hauptstadt kam also aus diesem Loch im Burgenland. Der Abbau hat hohe senkrechte Wände und kantige Kammern hinterlassen. Ab 1959 arbeitete hier ein internationales Bildhauersymposion, das vor Ort gehauene Stücke über das Gelände verstreut hinterließ. Seit 1996 trägt der Steinbruch ein Opernfestival, mit einer Bühne und Tribünen für mehrere tausend Menschen an der Felswand und Inszenierungen, die die Bruchwände als Kulisse nutzen; davor lief hier jahrzehntelang ein Passionsspiel. Der Neusiedler See liegt wenige Kilometer östlich.
Was du tatsächlich siehst
- Ein Steinbruch aus römischer Zeit - zweitausend Jahre abgebaut und Lieferant für Wiens Wahrzeichen.
- Eine Opernbühne im Fels - Tribünen für Tausende an den Abbauwänden.
- Vor Ort verbliebene Bildhauerei - Stücke des Symposions, ab 1959 im Bruch gehauen.
- Hohe Abbauwände - die senkrechten Wände, die Jahrhunderte des Blockabbaus hinterließen.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September; die Opernsaison liegt im Juli und August. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Der Zugang außerhalb der Aufführungszeiten kann durch den Bühnenaufbau eingeschränkt sein. Opernkarten sind im Sommer der Hauptweg hinein. Der Steinbruch liegt offen und wird heiß; Abendvorstellungen können kalt sein.
In der Nähe
Rust und der Neusiedler See liegen östlich; Eisenstadt westlich.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.