Donauinsel
Eine einundzwanzig Kilometer lange künstliche Insel, als Hochwasserschutz gebaut, heute Wiens Strand und Schauplatz eines freien Musikfestivals.
Die Donauinsel wurde gemacht, nicht gefunden: zwischen 1972 und 1988 wurde parallel zur regulierten Donau ein Entlastungsgerinne, die Neue Donau, ausgehoben, und der Aushubrücken dazwischen wurde zu einer Insel von einundzwanzig Kilometern Länge und einigen hundert Metern Breite. Ihre Aufgabe ist der Hochwasserschutz - das Gerinne nimmt bei hohem Wasserstand den Überschuss auf, und die Wehre an beiden Enden werden entsprechend geschlossen und geöffnet -, und Wien hatte seither kein schweres Hochwasser mehr. Was die Stadt dann daraus machte, diente der Erholung: Strände, Baden im stehenden Wasser der Neuen Donau, Rad- und Skatewege über die ganze Länge, Grillzonen, FKK-Abschnitte am Nordende, Lokale und Bars in der Mitte. Das Donauinselfest jeden Juni ist eines der größten freien Open-Air-Musikfestivals Europas.
Was du tatsächlich siehst
- Eine einundzwanzig Kilometer lange gemachte Insel - der Aushubrücken eines Hochwasserentlastungsgerinnes.
- Baden im stehenden Wasser - die Seite der Neuen Donau als Stadtstrand genutzt.
- Rad- und Skatewege - über die ganze Länge, ohne Autoverkehr.
- Das Donauinselfest - ein freies Junifestival, eines der größten Europas.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis September; Ende Juni für das Festival. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Das Festival bringt gewaltigen Andrang und die Insel ist gedrängt voll. Die Wasserqualität wird überwacht und ist im Allgemeinen gut, wird aber nicht ohne Grund veröffentlicht. Der Mittelabschnitt ist laut und kommerziell.
In der Nähe
Die UNO-City und der Donauturm liegen am Nordufer; das Stadtzentrum ist eine kurze U-Bahn-Fahrt entfernt.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.