Viamalaschlucht
Ein dreihundert Meter tiefer Schlitz am Hinterrhein, der gefürchtete Abschnitt der mittelalterlichen Strasse nach Süden.
Viamala heisst schlechter Weg, und der Name ist mittelalterlich und wörtlich gemeint: Der Hinterrhein hat eine Schlucht von rund dreihundert Metern Tiefe und stellenweise nur wenigen Metern Breite geschnitten, und den Verkehr Richtung Splügen und San Bernardino hindurchzubringen war der schwierigste Teil einer der wichtigsten Nord-Süd-Routen über die Alpen. Saumpfade wurden wieder und wieder gesprengt und neu gebaut; eine Steinbrücke von 1739 spannt noch über die Enge. Eine Treppe von dreihunderteinundzwanzig Stufen fällt vom Besucherzentrum zu Galerien über dem Wasser, wo sich die Wände schliessen und der Fluss grün und schnell in einer von ihm selbst glatt polierten Rinne läuft. Moderne Strasse und Bahn führen heute in Tunneln darüber vorbei.
Was du tatsächlich siehst
- Einen 300 Meter tiefen Schlitz - Wände, die sich über dem Fluss auf wenige Meter schliessen.
- Eine Steinbrücke von 1739 - die erhaltene Spanne über die Enge.
- 321 Stufen hinab - die Treppe zu den Galerien am Wasser.
- Die mittelalterliche Handelsroute - den Abschnitt, der der Strasse ihren schlechten Namen gab.
Wann du hinfahren solltest
April bis Oktober. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Treppe schliesst im Winter und nach starkem Regen. Es sind 321 Stufen hinab und ebenso viele zurück, nass und rutschig. Die Schlucht ist dunkel, was das Fotografieren schwierig macht. Das Besucherzentrum liegt an einer belebten Strasse.
In der Nähe
Thusis liegt im Norden; die Rofflaschlucht und die San-Bernardino-Strasse im Süden.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.