Val d'Anniviers
Ein Walliser Seitental sonnengeschwärzter Holzdörfer, dessen Leute einst mit den Jahreszeiten umzogen.
Das Val d'Anniviers steigt südwärts von Siders zu einem Talschluss, den Viertausender umringen - Weisshorn, Zinalrothorn und Obergabelhorn darunter -, und seine Dörfer sind aus Lärche gebaut, die die Walliser Sonne fast schwarz gefärbt hat. Was das Tal geschichtlich heraushob, war eine Wanderweidewirtschaft besonderer Art: Die Familien bewegten nicht nur die Herden, sie bewegten sich selbst, hielten Eigentum auf mehreren Höhen und wechselten im Jahresverlauf zwischen Rebberg, Dorf und Alp, sodass die ganze Gemeinschaft den Hang je nach Jahreszeit auf und ab wanderte. Grimentz ist das am besten erhaltene Dorf, mit blumenbewachsenen Holzspeichern; St-Luc hat einen Planetenweg mit einer Sternwarte am oberen Ende; Zinal sitzt am Ende unter den Gletschern.
Was du tatsächlich siehst
- Sonnengeschwärzte Lärchendörfer - Grimentz vor allen, mit blumenbewachsenen Speichern.
- Eine Gemeinschaft, die wanderte - Familien, die jede Jahreszeit die Höhe wechselten.
- Den Planetenweg bei St-Luc - ein massstäbliches Sonnensystem am Wanderweg.
- Viertausender am Talschluss - Weisshorn und Zinalrothorn über Zinal.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober oder die Skisaison. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Talstrasse steigt steil in Kehren. Die Dörfer sind gelebte Orte, und Grimentz ist in der Saison besonders belebt. Die Postautoverbindungen in die Seitenäste sind begrenzt. Das Wetter am Talschluss ist weit kälter als in Siders.
In der Nähe
Siders und das Rhonetal liegen unten; das Val de Moiry zweigt bei Grimentz ab.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.