Trümmelbachfälle
Zehn gletschergespeiste Fälle, im Innern einer Bergwand ausgeschnitten, erreicht über einen durch den Fels gebohrten Lift.
Der Trümmelbach entwässert die Gletscher von Eiger, Mönch und Jungfrau, und statt offen die Talwand hinunterzufallen, tut er es im Fels, in einem Korkenzieherschacht, den sich das Wasser selbst geschnitten hat. Zehn getrennte Fälle stapeln sich durch den Berg; ein in die Wand gebohrter Lift trägt Besucher ein Stück hinauf, und Galerien, Treppen und Tunnel führen zwischen den Aussichtspunkten. Bis zu zwanzigtausend Liter je Sekunde kommen im Hochsommer durch, und es ist laut - der Lärm, der Druck der Gischt und die kalte Luft machen mehr vom Erlebnis aus als irgendein einzelner Blick. Die Führung besteht aus Schmelzwasser, sie gipfelt also an heissen Tagen am Nachmittag und lässt bei kühlem Wetter nach. Es ist der einzige zugängliche Gletscherwasserfall dieser Art in Europa.
Was du tatsächlich siehst
- Zehn Fälle im Innern eines Berges - einen Korkenzieherschacht, vom Wasser selbst geschnitten.
- Einen durch Fels gebohrten Lift - den Weg zu den mittleren Galerien.
- Gletscherschmelzwasser - die Entwässerung von Eiger, Mönch und Jungfrau darüber.
- Lärm und Gischt - den Grund, warum man es fühlt statt nur betrachtet.
Wann du hinfahren solltest
April bis November; Juli und August führen das meiste Wasser. Zwei Stunden.
Ehrliche Erwartungen
Die Galerien sind nass, kalt und rutschig, und die Treppen über dem Lift sind steil. Über den Winter geschlossen. Um die Mittagszeit bilden sich im Sommer Schlangen. Fotografieren ist in Gischt und schwachem Licht schwierig.
In der Nähe
Der Staubbachfall steht im Dorf Lauterbrunnen; Mürren auf der Terrasse darüber.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.