Staubbachfall
Ein Wasserband, das fast dreihundert Meter an Lauterbrunnen vorbeifällt und auf dem Weg nach unten in treibende Gischt zerfällt.
Der Staubbach stürzt etwa zweihundertsiebenundneunzig Meter von der Wand unmittelbar über Lauterbrunnen, und weil die Menge für die Höhe bescheiden ist, übersteht das Wasser den Fall nicht heil - es zerfällt auf halbem Weg in Gischt, die mit dem Wind seitwärts treibt, und genau das meint der Name. In trockenen Abschnitten kann er auf fast nichts ausdünnen; nach Regen oder in der Schmelze verdichtet er sich zu einer richtigen Säule. Ein Pfad führt in Kehren zu einer Galerie hinauf, die hinter und neben den Fall in den Fels geschnitten ist, nass und kurz. Byron und Goethe schrieben beide darüber, und Goethes Gesang der Geister über den Wassern wird gemeinhin darauf zurückgeführt, dass er ihn 1779 sah. Das Tal hält insgesamt rund zweiundsiebzig Fälle.
Was du tatsächlich siehst
- Einen freien Fall von 297 Metern - einen der höchsten der Schweiz.
- Wasser, das zu treibender Gischt wird - den Grund für den Namen Staubbach.
- Eine Galerie hinter dem Fall - einen kurzen nassen Weg, in die Wand geschnitten.
- Ein Tal der Wasserfälle - rund zweiundsiebzig an den Lauterbrunner Wänden.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober; am stärksten in der Junischmelze. Eine Stunde.
Ehrliche Erwartungen
Der Spätsommer kann ihn auf einen dünnen Schleier reduzieren. Der Galerieweg ist steil, nass und im Winter geschlossen. Der Wind bläst die Gischt auf den Aussichtspunkt. Er steht mitten im Dorf, ist also nie einsam.
In der Nähe
Die Trümmelbachfälle liegen talaufwärts; Wengen und Mürren auf den Terrassen darüber.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.