Lungernsee
Ein türkiser See an der Brünigstrasse, dessen Spiegel in den 1830er Jahren durch einen Stollen gesenkt wurde, um Ackerland zu gewinnen.
Der Lungernsee ist der See, den die Leute von der Brünigstrasse aus fotografieren, ein langer türkiser Streifen unter bewaldeten Hängen, mit dem Dorf an einem Ende und einem Kirchturm, der auf den meisten Bildern vorkommt. Seine Geschichte ist ungewöhnlich: Zwischen 1836 und 1861 trieb die Gemeinde einen Stollen, um den natürlichen See um mehr als dreissig Meter zu senken und am Ufer Ackerland freizulegen, ein gewaltiges Unterfangen für eine kleine Gemeinde und eines, das sie beinahe in den Bankrott trieb. Seit 1921 dient er als Speicher, und der Spiegel wird bewirtschaftet, was heisst, dass sich die Uferlinie im Lauf des Jahres verschiebt und der See zwischen Frühjahr und Herbst deutlich verschieden aussehen kann. Eine Seilbahn steigt von Lungern nach Schönbüel und Turren darüber.
Was du tatsächlich siehst
- Türkises Wasser unter bewaldeten Hängen - den üblichen Blick von der Brünigstrasse.
- Einen von Hand gesenkten See - einen 1836 bis 1861 gegrabenen Stollen, um Ackerland zu gewinnen.
- Einen bewirtschafteten Speicherstand - die Uferlinie, die sich im Lauf des Jahres verschiebt.
- Die Turrenbahn - den Lift zur Terrasse über dem Dorf.
Wann du hinfahren solltest
Mai bis Oktober. Ein halber Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Absenkung kann breite schlammige Ränder und einen weit kleineren See zurücklassen, als die Fotos zeigen, meist im Spätwinter und Frühjahr. Die Hauptstrasse führt am Ufer entlang, es ist also nicht still. Das Wasser ist kalt.
In der Nähe
Der Brünigpass liegt im Süden; Melchsee-Frutt jenseits des Grats im Osten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.