Lötschental
Ein Walliser Tal, bis 1913 abgeschnitten, bekannt für die geschnitzten Tschäggättä-Masken der Winterfasnacht.
Das Lötschental zieht sich etwa siebenundzwanzig Kilometer nach Nordosten vom Rhonetal weg, und bis zur Eröffnung der Lötschbergbahn 1913 war es nur über hohe Pässe erreichbar, was es kulturell auf Arten eigenständig hielt, die bis heute sichtbar sind. Seine bekannteste Tradition sind die Tschäggättä: In den Fasnachtswochen zwischen Lichtmess und Aschermittwoch ziehen Gestalten in Schafsfellen und schweren geschnitzten Holzmasken - bewusst grotesk, mit gebleckten Zähnen und Hörnern - nach Einbruch der Dunkelheit durch die Dörfer. Die Masken werden vor Ort geschnitzt und ganzjährig verkauft. Das obere Tal führt in die Lötschentaler Seite der Aletschregion, mit dem Langgletscher am Talschluss, und Blatten, Wiler, Kippel und Ferden bewahren dichte Gruppen dunkler Holzhäuser.
Was du tatsächlich siehst
- Tschäggättä-Masken - geschnitzte Grotesken, in der Winterfasnacht getragen.
- Dunkle Holzdörfer - Blatten, Wiler, Kippel und Ferden.
- Ein bis 1913 abgeschnittenes Tal - von der Lötschbergbahn geöffnet.
- Den Langgletscher - den Gletscher am Talschluss.
Wann du hinfahren solltest
Juni bis Oktober zum Wandern; Februar für die Fasnacht. Ein Tag.
Ehrliche Erwartungen
Die Fasnacht ist eine Dorftradition, keine Schau - die Termine sind örtlich, und die Menge ist klein, doch die Stimmung ist nicht für Besucher inszeniert. Lawinengefahr sperrt Teile des Tals im Winter. Die Postautofahrpläne werden ausserhalb der Saison dünn. Als Andenken verkaufte Masken sind sehr unterschiedlich in der Qualität.
In der Nähe
Das Rhonetal liegt unter Goppenstein; die Aletschregion jenseits des Grats.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.