Höllochhöhle
Mehr als zweihundert Kilometer vermessener Gänge unter dem Muotatal, nur mit Führung befahrbar.
Das Hölloch ist eines der längsten Höhlensysteme der Welt, mit weit über zweihundert Kilometern Gang, die seit dem Beginn der Erforschung 1875 vermessen wurden, und es kommen weiterhin neue Abschnitte dazu. Es ist ein aktives hydrologisches System statt einer trockenen Schauhöhle, und das bestimmt alles am Besuch: Schneeschmelze und starker Regen fluten die unteren Gänge schnell, weshalb die Touren vor allem in der trockeneren Winterhälfte des Jahres laufen und bei ungünstiger Vorhersage ganz abgesagt werden. Einen beleuchteten Steg gibt es nicht. Die geführten Fahrten reichen von einer kurzen Einführungsroute mit Helm und Lampe bis zu mehrtägigen Expeditionen mit Übernachtung in der Höhle. Die Kammern, Sinterbecken und Wälle werden im Lampenlicht gesehen, was eine wirklich andere Erfahrung ist als eine angestrahlte Touristenhöhle.
Was du tatsächlich siehst
- Über 200 km vermessene Gänge - unter den längsten Systemen der Welt.
- Ein lebendiges Flutsystem - Gänge, die bei Schmelze und starkem Regen schnell volllaufen.
- Lampenlicht statt Flutlicht - nirgends eine feste Beleuchtung.
- Fahrten von Stunden bis Tagen - einschliesslich Expeditionen mit Übernachtung unter Tage.
Wann du hinfahren solltest
Etwa Oktober bis April, wenn es die Wasserstände zulassen. Ein halber Tag für die kurze Tour.
Ehrliche Erwartungen
Besucht wird nur mit Führung und nach Buchung; spontan hinzugehen ist nicht möglich. Bei Regenvorhersage werden die Touren abgesagt. Es ist kalt, nass und schlammig, mit Bücken und Kraxeln selbst auf der kurzen Route. Wer unter Platzangst leidet, sollte nicht mitgehen.
In der Nähe
Das Dorf Muotathal liegt am Eingang; Schwyz und der Vierwaldstättersee im Nordwesten.
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und saisonale Schließungen ändern sich - prüfe vor dem Besuch die offizielle Quelle: offizielle Seite.